So., 28. Juni 2026, 16:00 Uhr
Jemand frisst die Sonne auf
Familienkonzert für Kinder ab 6 Jahre
Ein musikalisches Abenteuer nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Ruth Sonneborn
Dauer: ca. 50 Minuten
Dorothea Biehler, Violine
Gül Pluhar, Viola
Katja Labbow, Konzept & Cello
Thorsten Köpke, Moderation & Gitarre
Pfarrkirche St. Martin, Waging
Eintritt frei - Spenden erbeten
Eigentlich ist es ein ganz normaler Tag. Die Henne sucht Futter auf dem Acker. Plötzlich merkt sie, dass etwas nicht stimmt. Der Himmel verdunkelt sich – mitten am Tag! Als sie nach oben sieht stellt sie mit Erschrecken fest, dass jemand ein Stück von der Sonne abgebissen hat. Das muss sie sofort dem Hahn erzählen! Auch dieser rennt aufgebracht los und erzählt es der Ente, die Ente erzählt es dem Schwein, das Schwein der Ziege… Wer ist es bloß, der Stück für Stück die Sonne verschlingt? Wird die schöne warme Sonne je wieder scheinen?
Bei diesem Familienkonzert erleben die Kinder eine spannende Geschichte über das Phänomen „Sonnenfinsternis", begleitet durch zauberhafte Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Sebastian Bach, George Gershwin sowie viele bekannte Kinderlieder in neuen Arrangements. Außerdem erfahren sie, wie man mit Geige, Bratsche, Cello und Gitarre Tierstimmen nachahmen und Klangteppiche erzeugen kann, die ein einzigartiges Naturschauspiel illustrieren. Die Kinder werden immer wieder dazu aufgefordert mit Henne, Hahn und Ente durch den Saal zu jagen, sie dürfen um die Sonne tanzen und sich am Ende alle Instrumente aus nächster Nähe anschauen. So können sie das Konzert mit vielen Sinnen begreifen und erleben.
Do., 02. Juli 2026, 19:30 Uhr
Salonmusik Saitensprünge
Sommerabend am See
Segelhafen Waging
Eintritt frei - Spenden erbeten
So., 05. Juli 2026, 19:00 Uhr
Noche Espanol
Gesang & Gitarre
Magdalena Hinz, Mezzosopran
Bertram Burkert, Gitarre
Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung
Eintritt frei - Spenden erbeten
Programm
Alfonso X El Sabio (1221–1284)
aus Cantigas de Santa Maria
Nr. 10 Rosa de Rosas
Federico García Lorca (1898–1936)
aus Canciones españolas antiguas
Anda, jaleo
Los cuatro muleros
Las tres hojas
Sevillanas del Siglo XVIII
Isaac Albéniz (1860–1909)
aus Suite Espagnole op. 47
Nr. 1 Granada
Heitor Villa-Lobos (1887–1959)
Bachianas Brasileiras Nr. 5 – Aria (Cantilena)
Claude Debussy (1862–1918)
aus 7 Chansons
Beau Soir
Romance
Mandoline
Überraschungs-Solo Gitarre
Manuel de Falla (1876–1946)
Siete Canciones Populares
Magdalena Hinz — Mezzosopran
Magdalena Hinz ist eine vielfältige Mezzosopranistin, die sowohl im Opernbereich als auch im Konzert- und Liedfach unterwegs ist. 2024 geht sie nach zwei absolvierten Masterstudien in Oper sowie in Kammermusik- und Liedgestaltung in Hannover für ein Engagement einer Uraufführung ans Theater Münster und für eine befristete Stelle als Altistin zum RIAS-Kammerchor, insgeheim auch, um Großstadtluft zu schnuppern, in diesem Fall Berliner Luft. Daraufhin erhält sie ein Engagement in der Rolle der „Cornelia" in Giulio Cesare am Theater Passau und ihre Nasenlöcher weiten sich umso mehr hinsichtlich der Theatergerüche auf und hinter der Bühne, der erfrischenden Luft der Drei-Flüsse-Stadt wegen auch.
2025 gewinnt sie den 2. Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti bei den Innsbrucker Festwochen für alte Musik. Ihre erste CD-Produktion erscheint mit der Titelpartie des Königs Argenore von Wilhelmine von Bayreuth im Juli 2025 bei Coviello Classics. Alsbald folgt der Sprung ins Deutsche Grammo.., pardon, in die Deutsche Grammophon. Träumen ist schön. Reisen auch: Konzertengagements führen sie als Solistin mit Bach-Kantaten, Passionen und Oratorien u.a. in die Liederhalle Stuttgart, den Hamburger Michel, in den Bremer Dom, den Dom zu Münster und zum Festival für alte Musik Knechtsteden. Die koloraturreiche Musik Händels liebend singt sie 2025 die Rolle der Storgè in Händels Jephtha mit dem renovierten Ensemble Akademie für Alte Musik Berlin und freut sich, als „Engel" in Edward Elgars The Dream of Gerontius mit dem Ensemble Reflektor über eine Zeitungskritik, die man sich grundsätzlich nur in seltenen Fällen zu Gemüte führen und noch viel seltener veröffentlichen sollte, in diesem Falle zu Werbezwecken aber schon, denn es heißt: „Magdalena Hinz gibt mit großer Bandbreite ihres Mezzosoprans der Engel-Partie Herzenswärme". Zapfig war es in der Kirche.
Sie ist Preisträgerin der Walter und Charlotte Hamelstiftung, der Kammeroper Schloss Rheinsberg sowie Stipendiatin der Internationalen Bach-Akademie Stuttgart unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann, der Liedakademie des Heidelberger Frühlings bei Thomas Hampson, der Studienstiftung des deutschen Volkes, Live-Music-Now Hannover e.V. und der Stiftung „Oscar- und Vera Ritter Stiftung Hamburg". Nur noch ein kleiner Step zum Ritterinnenschlag.
Zum Schluss noch aus dem Nähkästchen der Künstlerin geplaudert: Angelehnt an Heidi Klum teilt Magdalena wichtige Informationen ihres aufregenden Alltags mit Ihnen, den KonzertbesucherInnen und vielleicht auch „FollowerInnen", die hier auf dem Hügel Wagings zum Glück für ein Stündchen keinen Netzempfang zu Social Media haben. Auf dem Selfie ist zu sehen, wie Magdalena Hinz sich in einer Bar am liebsten Mineralwasser bestellt, dessen Sprudel ihr die Magenröhre brennend hinabrauscht, bis Tränen kommen. Zum Wohl.
Bertram Burkert — Gitarre
Bertram Burkert studierte klassische Gitarre sowie Jazzgitarre im Bachelor und Master bei u.a. Michael Wollny, Frank Möbus, Richie Beirach und Thomas Müller-Pering. In dieser Zeit war er Stipendiat der Deutschen Studienstiftung und wurde mit verschiedenen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet.
Seitdem ist Bertram Burkert gleichermaßen in Jazz, Klassik und Pop zuhause. Er ist Mitglied des Barock-Ensembles „Continuum", Teil des Hania Rani Ensembles und 2025 mit ihr auf Europa-Tour, und spielt mit deutschen Popkünstlerinnen und -künstlern wie Clueso oder Maeckes. 2022 komponierte und produzierte er die Theatermusik für „Undine geht" an der Schaubühne Berlin. Er veröffentlichte zwei Soloalben, drei Alben mit dem Jazz-Quartett Stax und zuletzt das Debütalbum seiner Band Conic Rose, „Heller Tag". Mit Conic Rose folgten Einladungen zu Festivals wie dem Sydney Festival (Australien), dem Viersen Jazzfestival (als Headliner) und der Jazzahead Bremen.
Durch ständig neue Kollaborationen und technische Experimente – momentan die Programmierung eigener Effekte in Max MSP – hält er sich frisch für die nächsten Ausflüge.
So., 12. Juli 2026, 19:00 Uhr
Clair de Lune
Mozart & Debussy
Klassik und Impressionismus
Friedemann Wuttke, Gitarre
Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung
Eintritt frei - Spenden erbeten
Im Mittelpunkt dieses Programms steht die Kunstform des Impressionismus, welche in Malerei und Musik von Licht und Schatten sowie von der Atmosphäre des Moments geprägt ist. Ausgangspunkt ist Frankreich, wo in der Musik die Komponisten Claude Debussy und Maurice Ravel eine einzigartige und unverwechselbare Klangsprache geschaffen und diese in die Welt hinaus getragen haben. Es kommen Bearbeitungen berühmter Werke von Debussy und Ravel zu Gehör, welche auf der Gitarre ihren ganz eigenen Charme entwickeln und zusammen mit anderen französischen Komponisten den Ausgangspunkt dieses Programms bilden. Im Kontrast dazu werden die impressionistischen Klangfarben durch virtuose Mozart Momente immer wieder aufgehellt. Mit Musik des brasilianischen Komponisten Heitor Villa-Lobos, der die Musik seiner Heimat mit den Farben des Impressionismus verbunden hat, wird das Programm abgerundet. Ein Aufbruch mit spannenden Bearbeitungen berühmter Klavierwerke und mit virtuosen Originalkompositionen.
Programm
Fernando Sor (1778–1839)
Drei Menuette
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Sonatina C-Dur
Heitor Villa-Lobos (1887–1959)
Cinq Préludes pour Guitare
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Andante grazioso
Fernando Sor (1778–1839)
Variationen über ein Thema aus Mozarts Zauberflöte, opus 9
— Pause —
Erik Satie (1866–1925)
Gnossienne No. 1
Gymnopédie No. 1
Gnossienne No. 2
Gymnopédie No. 2
Gnossienne No. 3
Gymnopédie No. 3
Francis Poulenc (1899–1963)
Sarabande pour guitare
Manuel de Falla (1876–1946)
Homenaje „Le Tombeau de Claude Debussy"
Maurice Ravel (1875–1937)
Pavane pour une infante défunte
Claude Debussy (1862–1918)
La fille aux cheveux de lin
Clair de Lune
Friedemann Wuttke — Klassische Gitarre
Friedemann Wuttke studierte an der Musikhochschule Stuttgart und vervollständigte seine Musikausbildung in Meisterkursen international bekannter Solisten sowie mit seinem Freund und Mentor, dem russischen Weltklasse-Pianisten Igor Zhukov.
Durch die kompromisslose Hinwendung zum klassischen Repertoire und zur ernsthaften Programmgestaltung nimmt Friedemann Wuttke eine Sonderstellung unter den Konzertgitarristen ein. Seine vielseitigen Programme sind immer geprägt von klaren Inhalten und seinem künstlerisch anspruchsvollen Profil.
Seine Konzerte führten ihn in fast alle europäischen Länder, nach Russland, Südostasien, Afrika und Südamerika, wo er auch in großen Konzerthäusern als Solist und mit Orchester auftrat.
Friedemann Wuttke veröffentlicht seit 2004 exklusiv beim Tonträger-Label Hänssler Profil Medien. 2021 erschien dort eine Box mit dem Titel „The Art of Classical Guitar" mit 10 CDs des Gitarristen.
„Nicht nur durch seine instrumentalen und musikalischen Qualitäten – die höchsten Ansprüchen genügen – hat sich der sympathische Musiker einen festen Platz in der vordersten Reihe der deutschen Gitarristik erspielt."
— Gitarre Hamburg
So., 19. Juli 2026, 19:00 Uhr
Benefizkonzert für neue Orgel
Chorkonzert
Collegium Canticum
Kirchenchor St. Martin
Leitung: Konrad Zahnbrecher und Michael Müller
Werke u.a. Magnificat / Buxtehude
Italienische Renaissance
Pfarrkirche St. Martin, Waging
Eintritt frei - Spenden erbeten
So., 26. Juli 2026, 19:00 Uhr
OrgelPlus
Orgel & Waldhorn
Matthias Bertelshofer, Orgel
Sebastian Krause, Waldhorn
Simeonkirche
Eintritt frei - Spenden erbeten
So., 02. August 2026, 19:00 Uhr
Kirchenkonzert „tam aris quam aulis"
Barockmusik
Sillersdorf Barrock
Kirchenchor St. Martin
Leitung: Rupert Eder und Michael Müller
Pfarrkirche St. Martin, Waging
Eintritt frei - Spenden erbeten
Die einzigartige, bereits über zwanzigjährige Geschichte der Musiktage Waging geht auf die rege kirchenmusikalische Tradition des ortsansässigen Kirchenchores zurück. In den siebziger Jahren begann in der Marktgemeinde unter der Leitung von Hans Fendl eine neue Ära der Musikkultur und -pflege. Sogar der weltberühmte Dirigent Eugen Jochum, ein Freund des damaligen Geistlichen Rates Franz Ringmaier, war in den 50er, 60er und 70er Jahren oft Besucher der Waginger Pfarrgemeinde. Als Gastdirigent leitete er des öfteren den Waginger Kirchenchor.
Im Sommer 1994 wagte es dann Chorleiter Alfons Schmuck, unterstützt vom „Verein für Heimatpflege und Kultur Waginger See e.V.", die Musiktage als mittsommerliches Festival zu gründen, bei dem große Interpreten genauso wie die musikalische Dorfbevölkerung auftreten und Waging für zwei Wochen im Jahr "Festspielglanz" verleihen. Durch das ausgewogene Programm vereinen sich in Waging klassische Musik, Kirchenmusik, Volksmusik und Jazz auf wunderbare Weise.
Die prächtige Pfarrkirche St. Martin, der Pfarrsaal mit wunderbarer Akustik sowie schöne Filialkirchen und sogar der Segelhafen bieten Musikern und Publikum das richtige Ambiente für einen unvergesslichen Konzertbesuch. Aber nicht nur die Örtlichkeiten sind ideal in Waging: zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiter aus dem Dorf schaffen mit ihrer musikalischen Begeisterung und bodenständigen Hilfsbereitschaft eine ganz besondere Atmosphäre.
Namhafte Künstler wie Carolin und Jörg Widmann, Benjamin Schmid, Barbara Moser, das Tecchler Trio, das Jacques Thibaud Trio, das Mandelring Quartett, das Notos Quartett oder das Ensemble Esbrassivo waren bereits Gäste bei den Musiktagen und die Konzertreihe ist mittlerweile fester Bestandteil des Kulturlebens im Rupertiwinkel.
Von 2014 bis 2018 hatte Barbara Schmelz die künstlerische Leitung der Musiktage Waging. Mit der Saison 2019 übernimmt der neue Kirchenmusiker von St. Martin, Michael Müller, die Leitung.